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= Bestehen von Einschränkungen beim Ausüben von Aktivitäten, Handlungen oder Alltagssituationen aufgrund von Schädigungen (vgl. Behinderung.org o.J. & Projekt imh o.J.) oder anderer Beeinflussungen der „anatomischen, psychischen oder physiologischen Funktionen und Strukturen des Körpers“ (Behinderung.org o.J.).

Im Rahmen dieser Definition bezeichnet der Begriff Behinderung explizit die „Nachteile für eine Person aus einer Schädigung oder Beeinträchtigung“ (ebd.) und wird häufiger als der Begriff Beeinträchtigung zur Kennzeichnung der sozialen Dimensionen der Benachteiligung verwendet. Die Denk- und Hierarchiestruktur, die diesen Einschränkungen der gesellschaftlichen Teilhabe zugrunde liegt, lässt sich als Ableismus bezeichnen. Zudem wird der Begriff Beeinträchtigung auch als Alternative zum Begriff Behinderung in dessen bisheriger gesetzlichen Definition verwendet, um weiter als diese zu gehen und auch nicht gesetzlich anerkannte Formen der Einschränkung zu erfassen (vgl. Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt Bergische Universität Wuppertal o.J.).

Bezüge zur Sozialen Arbeit

Bei der Planung einer Jugendfreizeit gibt es Vieles zu bedenken. Ein Thema sollte dabei auch Berücksichtigung finden: Beeinträchtigung/ beeinträchtigte Kinder und Jugendliche. So ist es notwendig, im Vorfeld zu klären, dass die Unterkunft barrierefrei ist, die geplanten Aktivitäten von Allen wahrgenommen werden können oder auch, dass auf Unverträglichkeiten und Allergien beim Essen geachtet wird. Ein bewusster und sensibler Umgang mit Beeinträchtigung sollte spätestens seit dem UN-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2008 in der Gesellschaft implementiert sein. In der Sozialen Arbeit ist die Arbeit mit Personen mit – teilweise sich überschneidenden und überkreuzenden – Beeinträchtigungen ein alltäglicher Bestandteil. Je nach Grad der Beeinträchtigung findet diese Tätigkeit in spezifischen Einrichtungen (Wohngruppen, Arbeitsmaßnahmen usw.) statt. In wieweit dieses exkludierte und exkludierende Feld weiterhin Bestand haben sollte, wird zunehmend kritisch diskutiert. Denn die Inklusion sieht vor, alle Menschen als Gemeinschaft zu begreifen und individuelle Stärken und Schwächen als Teil einer diversen Gesellschaft zu sehen, auch in der Schule oder in der Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege im Kindergarten. Beeinträchtigung sollte heute kein Grund von Segregation (mehr) sein.

Literatur

Behinderung.org (o.J.): Die Vielseitigkeit des Begriffs "Behinderung". URL: http://behinderung.org/definition-behinderung.htm [06.03.2017].

Projekt imh (o.J.): Behinderungsdefinition WHO. URL: http://www.imhplus.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11&Itemid=196&ang=de [06.03.2017].

Stabsstelle für Gleichstellung und Vielfalt Bergische Universität Wuppertal (o.J.): Glossar. URL: http://www.diversitaet.uni-wuppertal.de/glossar.html [06.03.2017].

Leuphana Universität Lüneburg / Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik / Projekt "KomPädenZ Potenzial" 2017


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