(auch Niedrigschwelligkeit)

=  die allen jeweiligen Zielgruppen einen möglichst offenen Zugang ermöglichende Gestaltung von Einrichtungen und Angeboten.

Zu den Aspekten, die insbesondere im Kontext Sozialer Arbeit relevant sind, zählen Alltagsnähe und Barrierefreiheit – je nach Typ des Angebots ggf. auch die ganzheitliche Orientierung an den Lebenswelten der Zielgruppen sowie eine dezentrale Organisation (vgl. Krisch et al. 2011).

Für die optimale Gewährleistung von Niederschwelligkeit sind Kenntnisse oder nicht-generalisierende Vor-Überlegungen und Einschätzungen über die Diversität der Zielgruppen und ihrer individuellen Mitglieder unabdingbar. In diesem Kontext kann beispielsweise eine Rolle spielen, dass sich bestimmte Räume (im Sinne einer Sozialraumorientierung) für manche Zielgruppen als zugänglich darstellen und ihnen eine Aneignung ermöglichen, während die gleichen Räume unzulänglich für andere Gruppen sein können, die möglicherweise über andere Aneignungsformen verfügen (vgl. Krisch et al. 2011).

Literatur

Krisch, Richard/ Stoik, Christoph/ Benrazougui-Hofbauer, Evelyn/ Kellner, Johannes (2011): Niederschwelligkeit. In: Dies.: Glossar Soziale Arbeit im öffentlichen Raum. Wien: Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit GmbH, S. 30–31. URL: http://www.sozialraum.de/assets/files/projekte/2011_Glossar_Soziale_Arbeit_oeffentl_Raum.pdf [28.02.2017].

Leuphana Universität Lüneburg / Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik / Projekt "KomPädenZ Potenzial" 2017

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